{"id":4457,"date":"2012-08-02T06:55:49","date_gmt":"2012-08-02T06:55:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dmproperties.com\/de\/?p=4457"},"modified":"2023-06-02T16:02:19","modified_gmt":"2023-06-02T14:02:19","slug":"finanzkrise-staatsverschuldung-und-der-immobilienmarkt-in-marbella","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dmproperties.com\/de\/4457-finanzkrise-staatsverschuldung-und-der-immobilienmarkt-in-marbella","title":{"rendered":"Finanzkrise, Staatsverschuldung und der Immobilienmarkt in Marbella"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es klingt ein wenig nach Verlegenheit, doch naturgem\u00e4\u00df h\u00e4ngen alle diese Dinge derzeit miteinander zusammen. Nach vielen Jahren schnellen Wachstums finden wir uns in einer tiefen Krise wieder, aus der wir offenbar nur schwer wieder herauskommen. Daher suchen wir jetzt mehr als sonst nach wirtschaftlichen Indikatoren f\u00fcr die so sehns\u00fcchtig erwarteten Zeichen der Erholung.<\/strong><\/p>\n<picture><source sizes=\"(max-width: 575px) calc(100vw - 30px),(max-width: 767px) 510px,(max-width: 991px) 690px,(max-width: 1199px) 595px,(max-width: 1399px) 810px, 945px\" width=\"610\" height=\"406\" srcset=\"https:\/\/media.inmobalia.com\/imgV1\/B98Le8~d7MgFUWtaNA5uOBYSpqspobwzVEfwGNjUEo36u0OD8IrafbBKnWpgBwCC8I0uXPoryBuZEqD_t17bo~vZcUzGwqsSZYZAZBznrIKyJfMnLuZwqAOl_MqiaoKGHvafagCHX_AchNcLUEaA3AA8lcT5Zj1~ZrhOg4Qs8QTEun_p.jpg 610w,https:\/\/media.inmobalia.com\/imgV1\/B98Le8~d7MvRbj7Vv7fDLn6_Ew7ABi8pUTpfr~FoJsmhwgR1h1fB8_lyN~udGsKWhjkcv9FMCryyiOTJ4s5b5CBLMQj0lyS6n1SsGYNIeLHVv~3v32ZiqGL~lj8C3esK0hrLT4vuK4IXg6YySXJGIBGguSXQte_nDgXyxilae~xZiwBq.jpg 595w\" type=\"image\/webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12925\" width=\"610\" height=\"406\" alt=\"Mercado.inmobiliario.Marbella-610x406\" src=\"https:\/\/media.inmobalia.com\/imgV1\/B98Le8~d7MgFUWtN8sE~ND2W_M8OVtx0lgJ0713sDvr36u4xll9LBCpOqC9UlNOFrzP9lS7KqJHxi9Mko0EpOrIypLmbVlMk2RY0gZGBdhpzi8XHRSar7SBX00k3RtwfyxEFPvdgib_yMAHALnEVVU~1khI-.jpg\"><\/picture>\n<p><strong>Finanzkrise<\/strong><\/p>\n<p>Es sieht so aus, als ob \u00d6konomien, \u00e4hnlich wie das Wetter, Zyklen folgen, die historisch rund alle sieben Jahre wiederkehren. Rezession folgt auf Boom und k\u00fchlt eine \u00fcberhitzte Wirtschaft ab, Preise, die wieder auf ein empfindliches\u00a0 Niveau absinken, Unternehmen werden reduziert und wieder effizient und ermutigt zu neuer Kreativit\u00e4t und Innovation bis diese Faktoren wieder die Anf\u00e4nge einer neuen Erholung schaffen, und eventuell den n\u00e4chsten Boom.<\/p>\n<p>Ich sage nicht, dass ich ein Wirtschaftsexperte bin. Aber wie viele von uns habe ich in der letzten Zeit eine gro\u00dfe Menge an Information nicht nur \u00fcber die aktuelle Situation sondern auch \u00fcber die finanziellen und \u00f6konomischen Hintergr\u00fcnde aufgenommen. Viele erz\u00e4hlen mir, dass der oben beschriebene Zyklus ein nat\u00fcrliches makro\u00f6konomisches Ph\u00e4nomen sei, jedoch was wir derzeit erleben, sei etwas, was an die Weltwirtschaftskrise von 1929 erinnere.<\/p>\n<p>Sie sagen, es handele sich um das Produkt einer finanziellen Krise verursacht\u00a0 durch das jahrelange \u00fcberm\u00e4\u00dfige Ausgeben und Konsumieren, das immer mehr auf geliehenem Geld basierte. Unternehmen, L\u00e4nder und Einzelpersonen h\u00e4tten ihren Kopf verloren und sich Geld geliehen bis zu einem Schuldenniveau, das zu gef\u00e4hrlichen H\u00f6hen anstieg, jedoch sei alles zu managen gewesen, solange die betrieblichen, privaten und steuerlichen Einnahmen gut gewesen seien, und die R\u00fcckzahlungen geleistet werden konnten. Unser schnelles wirtschaftliches Wachstum und unser Wohlstand seien schlie\u00dflich auf Schulden aufgebaut.<\/p>\n<p>In Spanien hei\u00dft es: \u201ePan para hoy, hambre para ma\u00f1ana.\u201c Das bedeutet soviel wie \u201eHeute ein Festessen, aber morgen Hunger.\u201c Und ja, anders als Tiere in der Wildnis haben wir keine R\u00fccklagen f\u00fcr regnerische Tage angelegt solange noch alles gut lief. Als sich das spekulative System in den USA begann aufzul\u00f6sen, wurde ein Dominoeffekt in Gang gesetzt, der Gro\u00dfbritannien, die Eurozone und schlie\u00dflich die meisten Teile der Erde in den Sumpf zog, in dem eine finanzielle Krise entstand, welche die finanzielle Schw\u00e4che der westlichen Staaten und deren zunehmende Verschuldung zeigte.<\/p>\n<p><strong>Staatsverschuldung<\/strong><\/p>\n<p>Was als Zusammenbruch des allgemeinen Bankenwesens begann, hat sich seitdem zur Krise des \u00f6ffentlichen Sektors verwandelt. Zuerst haben die Regierungen die sterbenden Banken gegen Kaution gerettet und sogar \u00f6ffentliche Gelder in die Erholung der Volkswirtschaften gesteckt. Doch schon bald waren es die Regierungen selbst, die zahlungsunf\u00e4hig und immer verwundbarer durch Mehrausgaben f\u00fcr die steigende Arbeitslosigkeit und den damit verbundenen Kapitalmangel wurden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst war Spanien eines der weniger betroffenen L\u00e4nder mit einer Staatsverschuldung unterhalb derer von Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Amerika, doch Spanien war auch anf\u00e4lliger f\u00fcr eine Finanzkrise als alle anderen L\u00e4nder durch die eigene geplatzte Immobilienblase. Jetzt sitzen wir auf mehr als einer Million nicht bezahlter H\u00e4user, anf\u00e4lligen Banken und einer Regierung, die sich mit der h\u00f6chsten Arbeitslosigkeit von Europa auseinandersetzen muss.<\/p>\n<p>Trotz eines harten Sparkurses und Ma\u00dfnahmen zur Erh\u00f6hung der Einnahmen der Regierung nehmen die Staatsschulden kontinuierlich zu, noch immer ist die spanische Staatsverschuldung kaum h\u00f6her als die der zuvor genannten L\u00e4nder, doch weit niedriger als die von Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Japan. Warum stufen die Rating-Agenturen dann Spanien unter den schlechtesten L\u00e4ndern ein und es muss eine Pr\u00e4mie zur Kreditaufnahme zahlen? Die Antwort hat damit zu tun, dass das Vertrauen in Spaniens F\u00e4higkeit zur Zahlung seiner Schulden so extrem gesunken ist, dass es als Risiko betrachtet wird.<\/p>\n<p><strong>Marbellas Immobilienmarkt<\/strong><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten dar\u00fcber debattieren, was man tun kann und h\u00e4tte tun sollen oder wie wahrscheinlich das eine oder andere Szenario ist. Doch die Reaktion auf die j\u00fcngsten Ereignisse wie die spanische Bankenpleite oder die Wahlergebnisse in Griechenland zeigen uns, dass die Finanzm\u00e4rkte nicht so sehr durch das kurzfristige Geschehen betroffen sind sondern vielmehr von \u00c4ngsten gegen\u00fcber der F\u00e4higkeit Spaniens zur Schuldenr\u00fcckzahlung. Die Antwort daf\u00fcr liegt in der langfristigen Perspektive, und der Weg zur Erholung wird steinig sowie Opfer und harte Arbeit fordern.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass Spanien und viele andere L\u00e4nder an einem historischen Wendepunkt stehen. Entweder wir k\u00e4mpfen um den Schutz der einzigartigen Werte und Standards Europas, deren Errungenschaft so viel Opfer gekostet hat, oder wir geben auf und werden erneut zu einem Ausbeuterbetrieb wie andere Teile der Welt. Doch so oder so werden wir Wachstum erzielen m\u00fcssen, um aus diesem Chaos wieder heraus zu kommen, und diesmal werden gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen n\u00f6tig sein. Ob Sie glauben, wir sollten uns auf einen Sparkurs verlassen oder versuchen, die Wirtschaft anzukurbeln, oder beides zusammen, und dies durch mehr Ausgaben \u00f6ffentlicher Gelder oder durch Steuersenkung, ist nur Stoff f\u00fcr eine weitere Diskussion. Doch klar ist, dass Spanien eine Strategie f\u00fcr den Aufschwung braucht.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist nichts davon gut f\u00fcr den Immobilienmarkt, doch es gibt ein paar Silberstreifen. Zum einen, die Senkung der Immobilienpreise und der Wert des Euro machen Regionen wie die <a title=\"Costa del Sol\" href=\"https:\/\/www.dmproperties.com\/de\/immobilien\">Costa del Sol<\/a> weitaus attraktiver f\u00fcr K\u00e4ufer aus Gro\u00dfbritannien, Skandinavien und anderen Gegenden der Welt. Marbella hat au\u00dferdem den Vorteil, verm\u00f6gende K\u00e4ufer anzulocken, die weniger von der Rezession betroffen sind. Und seit dies eine Region ist, die vorwiegend von ausl\u00e4ndischen Investoren abh\u00e4ngt, darf man grunds\u00e4tzlich davon ausgehen, dass sie sich vor dem restlichen Spanien wieder erholt.<\/p>\n<p>Hochwertige Immobilien in guten Lagen haben nur ganz wenig unter der Preissenkung gelitten und nach Mallorca ist Marbella der Ort mit den geringsten Verlusten, was die Auswirkung der Rezession deutlich abgemildert hat. Unterh\u00e4lt man sich mit Freunden und Kollegen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen, erh\u00e4lt man immer wieder als Feedback, dass sich die\u00a0 Dinge zwar weit entfernt vom Aufschwung befinden, doch dieses Jahr sei eine gewisse Bewegung und Energie zu sp\u00fcren gewesen, die man seit geraumer Zeit nicht feststellen konnte. Es ist noch zu fr\u00fch, um von \u00f6konomischem Aufschwung zu reden. Doch mit all den Vorteilen, die Marbella internationalen Klienten zu bieten hat, kann es sich in den kommenden Jahren schon zuversichtlicher zeigen als in viele andere Zonen Spaniens und der entwickelten Welt. Hoffen wir, dass die kommenden Jahre nicht allzu weit entfernt liegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es klingt ein wenig nach Verlegenheit, doch naturgem\u00e4\u00df h\u00e4ngen alle diese Dinge derzeit miteinander zusammen. 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