Ein Angebot für den Kauf einer Immobilie unterbreiten

Teilen Diana Morales | Mrz 1 2013

Hier stellen wir Ihnen einige Tipps zur Verfügung, die Ihnen helfen und durch den Prozess leiten sollen, ein Angebot zu unterbreiten und schließlich das Objekt zu sichern, das Sie gerne erwerben möchten.

Ein Angebot für den Kauf einer Immobilie unterbreiten

Wenn Sie eine Immobilie in einem Neubau oder in einem Neubaugebiet kaufen möchten, müssen Sie den aufgeführten Preis laut Preisliste des Bauunternehmers bezahlen. Wenn Sie mehrere Einheiten in einer frühen Bauphase erwerben, ist ein Nachlass möglich – dies hängt jedoch von den Richtlinien des Bauunternehmers ab. Ihr Immobilienmakler wird Sie diesbezüglich beraten. Wenn Sie Verbesserungen oder Veränderungen wünschen, müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen. Der Bauherr wird Ihnen ein Angebot für diese Extras unterbreiten und wird den Preis in voller Höhe erwarten.

Ihr Makler kann versuchen, die zusätzlichen Kosten zu verhandeln, aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie den vollen Preis zahlen müssen. Zusammen mit der Preisliste werden Ihnen die Zahlungsbedingungen ausgehändigt. Es ist üblich, dass die Zahlungen auf die gesamte Bauphase verteilt sind; die letzte Zahlung wird bei der Fertigstellung des Gebäudes und bei Eigentumserwerb getätigt. Hier kann es zu Abweichungen kommen: Einige Bauunternehmer verlangen größere Anzahlungen oder häufigere Ratenzahlungen als andere. Einige sind auch bereit, die Raten Ihren Finanzen entsprechend anzupassen. Ihr Immobilienmakler wird Ihnen, wenn möglich, auch hier dabei helfen, die besten Bedingungen aushandeln.

Wenn Sie jedoch eine Immobilie von einem privaten Eigentümer erwerben, kann der Prozess vom oben genannten abweichen.

Sobald Sie das passende Anwesen gefunden haben, sollten Sie es mit einer rechtlich bindenden Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer absichern. Der erste Schritt ist, über Ihren Immobilienmakler ein Kaufangebot vorzulegen. Es ist ratsam, dies schriftlich zu tun. Viele Makler bieten Ihnen die Möglichkeit, eine Anzahlung von rund 6.000 bis 20.000€ zu leisten, um dem Eigentümer zu zeigen, dass Sie ein seriöser Kaufinteressent sind. Diese Anzahlung wird von Ihrem Immobilienmakler während der nächsten Zeit, in der Regel einige Wochen, auf einem besonderen Kundenkonto aufbewahrt, bis der private Kaufvertrag unterschrieben ist.

Wird das Angebot nicht angenommen und die Verhandlungen scheitern, erhalten Sie den Betrag wieder zurück. Das Angebotsschreiben sollte den Angebotspreis, die Dauer des Angebots mit Frist, die vorgeschlagenen Zahlungsbedingungen und eine Fertigstellungsfrist enthalten. Außerdem sollte erwähnt werden, was im Verkauf eingeschlossen ist und ob das Angebot an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. In diesem Fall wird die Vereinbarung nur dann wirksam, wenn die genannten Bedingungen oder Voraussetzungen erfüllt werden. Bedingungen können an das Angebot, an das Gegenangebot oder an beide geknüpft sein. Zu diesen Prämissen gehören beispielsweise der Erwerb des Anwesens vorbehaltlich einiger Reparaturarbeiten oder der Genehmigung Ihres Antrags auf eine Hypothek sowie unter Vorbehalt des Einschlusses von Möbeln etc. Der Verkäufer kann Ihr Angebot akzeptieren, ablehnen oder Ihnen ein Gegenangebot machen.

Sobald das Angebot angenommen wurde, ist der nächste Schritt das Aufsetzen eines privaten Kaufvertrags. Nach der Unterzeichnung sind mindestens 10% des Preises zu zahlen; davon wird die bei Angebotsabgabe gezahlte Summe abgezogen. Es ist üblich, dass der Verkaufsabschluss innerhalb von 30-45 Tagen stattfindet. Als Käufer dienen Ihnen die folgenden Richtlinien: Machen Sie ein angemessenes Angebot, denn es ist wahrscheinlich, dass der Verkäufer bei einem zu niedrigen Angebot nicht reagiert. Er wird Sie womöglich als unseriös einstufen und nur widerwillig ein Gegenangebot unterbreiten. Finden Sie den wahren Wert heraus und ob der Verkäufer andere Angebote abgelehnt hat. Machen Sie kein Tiefstpreis-Angebot, es sei denn, der Verkäufer scheint offen dafür zu sein.

Wenn der Verkäufer während der Besichtigung anwesend ist, vermeiden Sie, Ihre persönliche Meinung über die Immobilie zu äußern. Vergewissern Sie sich, dass Sie alle Gegenstände, die beim Verkauf mit eingeschlossen sind, wie Ausstattung und Zubehör, erfasst haben. Obwohl Gegenstände, die dauerhaft montiert sind, normalerweise mit inbegriffen sind, sollten Sie sicherstellen, dass diese Teil des Verkaufs sind. Gibt es jedoch einige besondere Gegenstände, wie Statuen, Lampen und Kronleuchter, Bilder oder persönliche Gegenstände, sind diese in der Regel vom Verkauf ausgeschlossen. Vermeiden Sie Diskussionen über ein Möbelstück, das für Sie wertlos ist, aber kostbar für den Verkäufer, da es emotionalen Wert besitzt. Wir haben miterlebt, dass Verkäufe oft aufgrund dessen gescheitert sind. Stellen Sie außerdem sicher, dass geklärt wird, wer die Kommunalsteuer “plusvalía” (Wertzuwachssteuer) zahlt. Auch wenn diese Steuer laut Gesetz vom Verkäufer gezahlt wird, übernimmt sie vor allem bei Wohnungen häufig der Käufer.

Überlassen Sie Ihrem Makler die Verhandlung. Es ist ferner ratsam, einen Anwalt, der Ihre Sprache spricht, hinzuzuziehen. Der Anwalt prüft die Grundbucheintragung, um sicherzustellen, dass das Anwesen ordnungsgemäß registriert und frei von Pfandrechten oder Belastungen ist. Er setzt den privaten Kaufvertrag sowie die öffentliche Übertragungsurkunde auf. Im Falle einer Hypothek ist es üblich, diese vor oder bei Abschluss der Unterzeichnung der öffentlichen notariell beglaubigten Übertragungsurkunde abzubezahlen und aufzuheben. Als Verkäufer dienen Ihnen die folgenden Richtlinien: Setzen Sie einen realistischen Preis für Ihr Objekt fest und ziehen Sie in Betracht, wieviel Sie bereit sind zu akzeptieren und wie lange Sie mit dem Verkauf warten wollen. Es ist ratsam, von Anfang an den richtigen Preis festzulegen.

Vermeiden Sie, Ihre Gefühle zu zeigen und ärgern Sie sich nicht, wenn Ihnen ein zu niedriges Angebot gemacht wird. Es ist die Pflicht Ihres Maklers, Ihnen jedes eingehende Angebot zu unterbreiten. Sie können es immer ablehnen. Berücksichtigen Sie alle Gegenstände und Geschäftsbedingungen des Angebots bevor Sie eine Entscheidung fällen. Machen Sie das bestmögliche Gegenangebot. Vermeiden Sie, über unwichtige Sachverhalte zu streiten, vor allem über Ausstattung und dauerhaft montierte Gegenstände, die in der Regel beim Verkauf mit inbegriffen sind. Seien Sie flexibel, wenn Sie sich innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens einigen müssen, um so dem Einzugswunsch des Käufers entgegenzukommen.

von Diana Morales


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